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Wie Erwachsene über Geld sprechen, hat nicht nur einen faktischen Einfluss auf das, was Kinder über Geld wissen - es beeinflusst auch ihre bewussten und unbewussten Überzeugungen zum Thema Finanzen. Denn die Aussagen von Erwachsenen spiegeln immer auch ihre eigene Einstellung zu einem Thema wider und prägen die sogenannten “Glaubenssätze” bei Heranwachsenden. Was wir über Geld sagen, kommt also nicht nur inhaltlich an, es bestimmt unbewusst auch die Einstellungen und Herangehensweisen an Geld.

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Money Scripts

Glaubenssätze, die sich auf Geld beziehen, bezeichnet man auch als Money scripts. Das sind tief sitzende, meist unbewusste Überzeugungen über Geld, die in der Kindheit entstehen, oft über Generationen weitergegeben werden und einen Großteil des späteren Geldverhaltens steuern.

Die Forschung sortiert sie grob in vier Muster, von denen mindestens die ersten drei nachweislich der finanziellen Gesundheit schaden:

  1. Geldvermeidung (beispielhafter Glaubenssatz: “Geld ist schlecht, ich verdiene es nicht”)
  2. Geldanbetung (beispielhafter Glaubenssatz: “mehr Geld löst alles”)
  3. Geld-als-Status (beispielhafter Glaubenssatz: “was ich besitze, ist was ich wert bin”)
  4. Wachsam-mit-Geld (beispielhafter Glaubenssatz: “man muss für sein Geld hart arbeiten und eisern sparen“).

Das Entscheidende ist der Mechanismus der Weitergabe. Diese Überzeugungen werden in Familiensystemen (unbewusst) vererbt wie die Augenfarbe, nur dass sie nach außen nicht sichtbar sind (Klontz et al. 2011). Tatsächlich sagen die money scripts der Eltern einen messbaren Teil des Geldverhaltens, des Einkommens und sogar des Nettovermögens der Kinder im Erwachsenenalter voraus (Klontz et al. 2011; Britt, Journal of Consumer Affairs, 2016).

Dabei sind die weitergegebenen Sätze nicht zwangsläufig falsch: “Das Geld ist knapp” ist in manchen Situationen einfach wahr. Das Problem ist also nicht der Wahrheitsgehalt, sondern die Übernahme des Satzes in eine lebenslange Regel, auch dann noch, wenn sich die individuelle Lage verändert hat.

Negatives Money Script? Keine Panik!

→ Früh angelegte Geldmuster sind schwer zu ändern, aber nicht in Stein gemeißelt.

Wir alle - auch als Eltern - haben Money Scripts. Das ist völlig normal. Aber wir können beginnen, uns dieser bewusst zu werden, um selbst zu entscheiden, welche Glaubenssätze wir möglicherweise hinterfragen möchten. Das geht zum Beispiel mit der individuellen Reflexion der “Finanzbiographie” oder der typischen Denkmuster, wenn wir mit Geld zu tun haben.

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Hier geht es zum BuddyBook von Invest it!, einem niedrigschwelligen Reflexionsjournal, das auch zusammen mit den Kindern ausgefüllt werden kann.

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Ein money script zu erkennen, macht kein knappes Konto voll. Die Erzählung, man müsse nur seine „Geld-Blockaden lösen”, um wohlhabend zu werden, ist nicht haltbar und löst sicherlich keine ganz konkreten Probleme. Aber eine Reflexion kann der Auslöser sein, das vielleicht negativ behaftete Thema Geld und Finanzplanung neu zu denken. Die eigenen Einstellungen zu Geld reflektieren, hilft nicht nur dabei, die eigene finanzielle Situation besser einordnen zu können, sondern ermöglicht auch offenere Gespräche mit den eigenen Kindern zu Geld.


Quellen und weiterführende Links zum Thema

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Home: Mit Kindern über Geld sprechenEltern-Guide

Die Kinder einbeziehen → Über Geld sollte man sprechen

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